„Wer heute kürzt, zahlt morgen drauf!“

Dieses Zitat der Diakonie Deutschland möchten auch wir betonen: Die im Haushaltsentwurf 2024 geplanten Kürzungen haben massive Auswirkungen auf unsere Arbeitsbereiche und die Gesellschaft im Ganzen.

In unseren Arbeitsbereichen gewährleisten wir eine sichere Unterbringung für Schutzsuchende. Um diese zu ermöglichen, sind wir zwingend auf unterstützende Fachberatungsstellen, u.a. in Form von Migrationsberatungsstellen angewiesen. Diese leisten einen wichtigen Beitrag, um Schutzsuchende bei der Wahrnehmung ihrer Rechte und bei ihrer Integration zu unterstützen. Die Beratungsstellen sind existenziell wichtig, um ein menschenwürdiges Leben und psychische und physische Gesundheit für die Schutzsuchenden zu erreichen.

Eine Kürzung hat nicht nur massive Auswirkungen auf die Menschenwürde und Gesundheit der Schutzsuchenden, sondern auch auf die Gesellschaft im Ganzen. „Wer heute kürzt, zahlt morgen drauf!“ – Dies verstehen wir nicht nur als ein „Draufzahlen“ im finanziellen Sinne, sondern insbesondere auch im Hinblick auf den sozialen Frieden in dieser Gesellschaft.

Die geplanten Kürzungen sehen wir – wie auch die Diakonie Deutschland sowie andere soziale Träger – mehr als kritisch und sehen den gesellschaftlichen Zusammenhalt und sozialen Frieden gefährdet. Der Bundeshaushalt muss dringend nachgebessert werden. Statt Kürzungen sollten die Wohlfahrtsverbände in ihren Angeboten gestärkt werden! Der soziale Bereich ist seit Jahrzehnten unterfinanziert – es gilt, diesen zu stärken, statt weiterhin abzuschwächen!

Jahresbericht 2022

Unser Jahr 2022 war geprägt von einem erhöhten Zuzug an Geflüchteten aufgrund des Angriffskriegs auf die Ukraine. Gemeinsam mit den Behörden und anderen Trägern konnten wir ein funktionierendes Netzwerk aufbauen, um diesen Menschen ein Obdach zu gewähren.

Weltweite Notlagen führen immer wieder dazu, dass Menschen aus ihrer Heimat flüchten müssen. Unser Auftrag steht fest: Wir unterstützen, wenn Menschen ein „Dach über dem Kopf“ benötigen. Und diesen Schutzraum ermöglichen wir für alle – unabhängig von ihrer Nationalität!

Wir bedanken uns bei allen, die uns bei der Umsetzung unseres Auftrags unterstützt haben und auch bei allen, die dies weiterhin tun!

Nachruf

„Das Zusammenleben verlangt von uns, dass wir uns entwickeln.
Dass wir uns gegenseitig respektieren und voneinander lernen.
Dass wir gleichzeitig Abstand wahren und uns annähern“.

Norbert Müller
geb. 07.05.1944 verst. 23.06.2023

Wir trauern um Norbert Müller, der unerwartet von uns gegangen ist.
Seit 1984 hat er als Gründungsmitglied im Vorstand des Evangelischen Vereins für Wohnraumhilfe in Frankfurt am Main dessen Arbeit unterstützt und gelenkt.
Als Wegbereiter für Toleranz und Verständigung hat er sich fachkundig und mit großen Engagement, Klugheit und Humor eingemischt und erheblich zur Entwicklung von würdigen Wohn- und Lebensformen für Menschen ohne Wohnung beigetragen.

Wir werden ihn sehr vermissen.

Unser ganzes Mitgefühl gehört seiner Familie und seinen Freunden.

Evangelischer Verein für Wohnraumhilfe in Frankfurt am Main

Karin Kühn – 1. Vorsitzende
Rebekka Georgi und Heinz Gonther – Geschäftsführung

Stellungnahme zur Tätigkeit in der Günderrodestraße 5 in Frankfurt am Main

Am 03.12.2022 wurde das Haus in der Günderrodestraße 5 durch das Kollektiv „Freiräume statt Glaspaläste“ besetzt. Zu diesem Zeitpunkt war der Evangelische Verein für Wohnraumhilfe in Frankfurt am Main e.V. Untermieter der Wohnungen in diesem Haus. Im Zusammenhang mit der Hausbesetzung wurden kritische Äußerungen zu unserer Vorgehensweise geäußert. Lesen Sie dazu unsere Stellungnahme hier im Download: